Hohen Neuendorf Der Stadtverein Hohen Neuendorf lehnt die von Bund und Land geplanten Tank- und Rastanlagen beidseits der A 10 in Bergfelde an diesem Standort ab, da diese dort ein echtes Problem für die Stadt darstellen. Die Fraktion hat daher für die Novembersitzung der SVV einen entsprechenden Antragsentwurf vorbereitet, welcher der Verwaltung bereits jetzt Handlungsmöglichkeiten gegen die Planungen eröffnet.

Zurzeit werben die Abgeordneten um Hans-Joachim Guretzki bei den anderen Fraktionen um Unterstützung: „Ein gemeinsamer Antrag stärkt die Position der Stadt gegenüber den Landes- und Bundesbehörden", erklärte Matthias Schwanke vom Stadtverein. Er sieht die Gefahr, dass nahe des Wohngebietes Bergfelde mit den Tank- und Rastanlagen eine Art Gewerbegebiet entsteht. Zusätzlicher Lärm, Schadstoffe, Lieferverkehr und die Abholzung des schützenden Waldes würden eine hohe Belastung für die Anlieger nach sich ziehen. „Unabhängig von dem fragwürdigen Bedarf für solche Anlagen in diesem Streckenabschnitt ist die Standortwahl denkbar ungeeignet für die benachbarten Wohngebiete, Landschaftsschutzgebiete und Waldflächen.", so Schwanke weiter.

Die Anwohner und auch die Stadt haben dort seit Jahren Investitionen getätigt und so das Wohngebiet um den Heideplan aufgewertet . „Durch den Bau der Tank- und Rastanlagen an dieser Stelle würden viele Bemühungen der letzten Jahre zunichte gemacht.", sagt Schwanke. „Auch das umliegende Naherholungsgebiet und die Schutzgebiete sind durch die Planungen akut bedroht.

Er sieht jedoch gute Chancen, die Pläne des Landesbetriebes zu verhindern, wenn Hohen Neuendorf eine klare Position bezieht.

Vor kurzem haben die Stadtverordneten in Hohen Neuendorf die Aufwandsentschädigung für ihre ehrenamtliche Tätigkeit um ca. 20% erhöht.
Die Fraktion Stadtverein hat sich gegen die Erhöhung ausgesprochen, weil sie die Erhöhung für nicht zeitgemäß hält.

Vielleicht hinkt der Vergleich, aber während Firmen Kurzarbeit anmelden und Personal entlassen, während wir über die Gier der Manager schimpfen hätten wir ein Zeichen setzen können.

Die Fraktion Stadtverein wird die Gelder nicht zurückgeben, aber auch nicht behalten. Hans-Joachim Guretzki erläutert