GroßelterndienstDer Großelterndienst: ein Projekt für Jung und Alt

Das Projekt Großelterndienst wurde 2004 vom Stadtverein Hohen Neuendorf ins Leben gerufen und erfreut sich bei Jung und Alt wachsender Beliebtheit.

Was verbirgt sich hinter diesem Projekt?

Ältere Einwohner können sich als „Wunschoma“ oder „Wunschopa“ an Familien oder Alleinerziehende vermitteln lassen. Eltern haben die Möglichkeit für ihre Kinder ab 3 Jahren und deren Betreuung „Wunschgroßeltern“ zu finden. Dabei wird angestrebt, dass die Treffen in einer harmonischen, familiären Beziehung ablaufen.

Was ist der Leitgedanke dieses Projektes?

Oma und Opa sein zu dürfen, schenkt Lebensfreude und ist Berufung des Alters.

Oma und Opa zu haben, ist ein Geschenk für Kinder

Was sind die Ziele dieses Projektes?

  • Die Zusammenführung der älteren und jungen Generation
  • Die ältere Generation erhält eine Aufgabe, die sie ausfüllt, ihnen gleichzeitig Freude bereitet und sie dabei jung hält.
  • Schaffung von besserem gegenseitigen Verständnis und somit Vermeidung von Generationskonflikten
  • Individuelle Kinderbetreuung außerhalb der Kita- bzw. Hortbetreuungszeiten

Wie funktioniert die Vermittlung?

Alle Interessenten nehmen Kontakt mit der Projektleiterin des Großelterndienstes, Helga Würdisch, auf. Der Großelterndienst verwaltet eine Kinder-/ Großelterndatei und kann passende Bewerber zusammenführen. Danach wird ein Treffen organisiert, bei dem sich Kinder, deren Eltern und Großeltern kennen lernen können.

Was kostet das?

Das „Wunschgroßelternamt“ ist ein Ehrenamt, das Freude bereitet und jung und vital hält. Da jedoch bei der Kinderbetreuung Kosten anfallen (z.B. Fahrtkosten, Kleiderpflege usw.) wird eine Aufwandsentschädigung für die Kinderbetreuung erhoben. Die Entschädigung beträgt 4,00€ für die 1. und 2. Betreuungsstunde des Tages und für jede weitere Stunde des Tages 2,00€, die sofort nach erbrachter Leistung von den Eltern an die Wunschgroßeltern zu entrichten ist.

Antworten auf Fragen zu weiteren Einzelheiten sowie versicherungstechnische Hinweise gibt Ihnen Helga Würdisch.

Bitte rufen Sie an, wenn Sie eine Wunschoma/-opa werden möchten oder gern eine Wunschoma/-opa für Ihr Kind hätten. Der Großelterndienst freut sich auf Ihren Anruf: 0178-4261243

Helga Würdisch holte vor elf Jahren eine Berliner Idee nach Hohen Neuendorf und Birkenwerder - den Großelterndienst


Von Helge Treichel (erschienen in der MAZ am 1.4.2015)

ehrenamtspreis-helga_wuerdisch-foto_helge_treichelGroßeltern spielen häufig eine wichtige Rolle im Leben von jungen Familien. Was aber tun, wenn Oma und Opa weit weg wohnen oder verstorben sind? Die Antwort lautet: Großelterndienst. Freiwillig haben sich vor zehn Jahren in Hohen Neuendorf Senioren gefunden, die freiwillig und ehrenamtlich Familien mit Kindern helfen, bevorzugt Alleinerziehenden. Seit 2004 leitet Helga Würdisch den Großelterndienst, den sie unter dem Dach des Stadtvereins ins Leben gerufen hatte.
Angefangen hat alles in Berlin. Dort existiert der Großelterndienst seit mehr als 25 Jahren als Projekt des Frauenbundes. Der Titel dort: "Enkele dich fit!" Und dort lernte Helga Würdisch dieses Ehrenamt kennen. Damals wohnte die zweifache Mutter noch in der Hauptstadt, kümmerte sich regelmäßig um die eigenen beiden Enkelkinder. Sie fuhr mit ihnen beispielsweise am Nachmittag zur Tanzstunde. Dort traf sie ein Kind, das seine Oma als "Wunschoma" bezeichnete. Und sie hakte nach. So erfuhr sie vom Großelterndienst.

Der Leitgedanke des Großelterndienstes ist es, der älteren Generation eine Aufgabe zu geben, die sie ausfüllt und gleichzeitig den Kontakt zur jüngeren Generation herstellt.
Oma und Opa sein zu dürfen, ist Freude und Berufung des Alters - Oma und Opa zu haben, ist ein Geschenk für Kinder.

Mit diesem Ziel begann der Stadtverein Hohen Neuendorf im Jahr 2004 einen Großelterndienst für Hohen Neuendorf zu organisieren. Junge Familien und Alleinerziehende ohne Oma oder Opa in der Nähe haben seitdem die Möglichkeit, über den Großelterndienst für ihre Kleinen ab 3 Jahren eine liebevolle, individuelle Betreuung außerhalb der Kita- und Hortzeiten zu finden. In der Regel betreuen die für den Dienst aktiven Senioren ihre Wunschenkel ein- bis zweimal in der Woche.

2014 können wir auf 10 Jahre Großelterndienst in Hohen Neuendorf zurück blicken. Bisher sind aus Hohen Neuendorf und Birkenwerder 72 Familien mit ca. 170 Kindern in die Suchdatei aufgenommen worden. Etwa 50% der Anfragenden bekamen eine Wunschoma und manchmal auch einen Opa dazu.

An dieser Stelle sei den zahlreichen Omas und Opas, die das Projekt mit zum Erfolg geführt haben, für Ihre ehrenamtliche Arbeit sehr herzlich gedankt.

Ihre Projektleiterin
Helga Würdisch

Jung und AltDer Leitgedanke des Stadtverein-Projektes „Großelterndienst“ ist, der älteren Generation eine Aufgabe zu geben, die sie ausfüllt und gleichzeitig den Kontakt zur jüngeren

Generation  herstellt.  Oma und Opa sein zu dürfen, ist Freude und Berufung des Alters. Oma und Opa zu  haben, ist ein Geschenk für Kinder.

Mit diesem Leitgedanken begann der Stadtverein Hohen Neuendorf 2004 einen  "Großelterndienst" für Hohen Neuendorf zu organisieren.
Junge Familien und Alleinerziehende ohne eine Oma  in der Nähe haben seitdem die Möglichkeit über den Großelterndienst für ihre Kleinen ab 3 Jahren eine liebevolle, individuelle Betreuung außerhalb der Kita - und Hortzeiten zu bekommen. In der Regel sollen die Helfer des Großelterndienstes ihre Wunschenkel ein- bis zweimal in der Woche betreuen. Die Aufgaben innerhalb der Betreuungszeit werden für jedes Kind von den Eltern definiert und mit dem Großelterndienst abgestimmt. Zum Beispiel wird dem Kind dadurch die Teilnahme an einer musischen oder sportlichen Betätigung ermöglicht oder den Eltern bzw. alleinerziehenden Müttern oder Vätern notwendige Freiräume geschaffen.

groelterndienst01Unter dem Motto Neugier trifft Erfahrung trafen sich am 1. Juni 2012 in Erfurt über 60 Vertreter von Großelterndiensten aus ganz Deutschland. Das Land Thüringen hatte zum 1. Treffen der Großelterndienste in Deutschland eingeladen.

Schirmherrin des Treffens war die Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht, die auch die Veranstaltung eröffnete. Dieter Hackler vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sprach im Anschluss über die zunehmende Bedeutung des Miteinanders der Generationen bei einer immer länger werdenden Lebenserwartung. Loring Sittler vom Generali Zukunftsfonds stellte fest: „Deutschland braucht das gesellschaftliche Potenzial von Großeltern". Dr. Sigrun Fuchs vom LEG Thüringen mbH stellte die Informations- und Serviceplattform Großelterndienste - eine Thüringer Initiative - vor. Der Erfahrungsaustausch erfolgte im Anschluss in 4 Workshops.

Die Stadt Hohen Neuendorf war in Erfurt mit dem Großelterndienst des Stadtvereins Hohen Neuendorf vertreten. Der Stadtverein versucht seit 2004 mit seinem Projekt „Großelterndienst" in Hohen Neuendorf eine wichtige Lücke im generationsübergreifenden Miteinander in unserer individualisierten und mobilen Zeit zu schließen. Diese ehrenamtliche Arbeit lief in den vergangenen Jahren allerdings mit wenig PR-Arbeit, da bisher keinerlei Unterstützung, weder finanziell noch logistischer Art, durch die Stadt oder Sponsoren erfolgte. Es fehlt auch ein öffentlicher Raum in unserer Stadt, wo der Großelterndienst präsent sein und seine gesellschaftliche Arbeit vertreten kann.