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In Hohen Neuendorf wurden die Werkzeuge für die Bürgerbeteiligung erheblich verbessert. Gegen die Stimmen von CDU, SPD und FDP beschlossen die Stadtverordneten Hohen Neuendorfs am 26.3.2009 mehrere Änderungen an den neuen Satzungen der Stadt, die die direkte Demokratie fördern.

Zukünftig wird die Verwaltung auf Antrag die Kostenschätzung für den Kostendeckungsvorschlag eines Bürgerbegehrens selbst vornehmen müssen. Bisher scheitern die meisten Bürgerbegehren, weil der gesetzlich geforderte Kostendeckungsvorschlag der Initiatoren von den Verwaltungen für fehlerhaft erachtet wird.

Außerdem wurde die Anzahl der Unterschriften, die für einen Einwohnerantrag und das Quorum, das für die Einberufung einer Einwohnerversammlung notwendig sind, von den im Entwurf vorgesehenen fünf auf zwei Prozent der Antragsberechtigten gesenkt.

Hans-Joachim Guretzki, der für die Fraktion Stadtverein einige Änderungsanträge gestellt hatte, zeigte sich optimistisch: „Wir haben den Bürgern Hohen Neuendorfs heute Abend neue Wege eröffnet, um unsere Stadt aktiv mitzugestalten.“

Die neuen Satzungen waren wegen der Einführung der Brandenburger Kommunalverfassung notwendig geworden. Sie treten am Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt in Kraft.